Heimsieg gegen Köln

Gut fünf Minuten sind gespielt, Ex-Jahnkicker Adamyan taucht scheinbar alleine vor dem Regensburger Kasten auf, doch beherzt und ohne Rücksicht auf Verluste springt Jan Elvedi noch in den Ball und klärt zur Ecke, im Jahnstadion brandet Jubel auf, als hätte man gerade ein Tor erzielt - die Pokalschlacht hatte begonnen. Unser geliebter Sport- und Schwimmverein hatte mit dem 1. FC Köln ein richtig großes Los gezogen, so dass es zunächst durchaus enttäuschte, dass nur 13.236 Zuschauer, darunter etwa 4.500 Kölner, diesen Kick sehen wollten. Andererseits zeigte sich wie so oft, dass dies der Stimmung keinen Abbruch tut, wenn das "Event" offensichtlich nicht mehr so zieht und eben nur die Jahnfans da sind. So wurde die Jahnelf bei ihrem großen Unterfangen, dem Bundesligisten ein zweites Mal in zwei Jahren ein Bein zu stellen, von Anfang an lautstark und emotional unterstützt. Zudem setzte man dem ganzen mit einer Fahnenchoreo, die unsere geliebten drei Buchstaben in Szene setzte, einen optischen Rahmen. Auch die Gegenseite präsentierte eine Choreo mit diversen Tifoutensilien und rot-weiß-rotem Rauch.

Auf dem Rasen präsentierte sich die Jahnelf nicht nur in der beschriebenen Szene bissig und kampfeslustig und konnte vor allem in der ersten Halbzeit sogar spielerisch glänzen und ging nicht unverdient mit 2:0 in Führung. Das endgültige Ausflippen des Stadions währte nur kurz, da die Gäste mit einem Sonntagsschuss schnell den Anschluss schafften. Dennoch gelang es uns, die elf Rot-Weißen immer wieder zu pushen und das gesamte Stadion phasenweise mitzunehmen. Sicherlich hat man bei einem Spiel über 120 Minuten auch einmal schwächere Phasen, doch vor allem als unsere Athleten zunehmend müde wurden und sich Schritt um Schritt erkämpfen mussten, kam noch einmal Schub von den Tribünen. So muss es sein.

Das Elfmeterschießen schrieb schließlich die Geschichte des Tages zu Ende und man konnte mit der Mannschaft zusammen das Erreichte feiern. Geiler Tag, der leider am Ende davon getrübt wurde, dass die Gästefans noch stundenlang in Polizeikontrollen ausharren mussten.

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