Heimsieg gegen Hannover

Der Verband bestätigte einmal mehr, dass die Belange der Vereine und erst recht der Fans keinen Wert haben, wenn es darum geht den Profit aufgrund von Fernsehübertragungen zu maximieren. So endete unsere Winterpause an einem Dienstag um 20:30 Uhr gegen Hannover 96. Für die Niedersachsen war dies irrsinnigerweise sogar noch die weiteste Auswärtsfahrt überhaupt. Selbstverständlich wurde sich nicht nur im Gästeblock, sondern auch auf der Hans Jakob Tribüne mittels Spruchbänder "Die Fans im Stadion scheißegal, nur Geld und Quote - null Moral" und "Dienstag: 570 km - für fangerechte Anstoßzeiten" klar und deutlich zu diesem Wahnsinn positioniert. Im weiteren Spielverlauf gab es noch eine Würdigung an einen verstorbenen Jahnfan, sowie eine Solidaritätsbekundung in Richtung eines inhaftierten Anhängers der Stuttgarter Kickers. Die Jahnelf ging durch ein spätes Elfmetertor mit einer Führung in die Halbzeit und verdiente sich mit einer beherzten und couragierten Leistung in der zweiten Hälfte den knappen Sieg. Nach wie vor ist man in dieser Liga der Underdog und ringt immer wieder durch Kampfgeist und Leidenschaft den Favoriten - in diesem Fall den Bundesligaabsteiger mit dem zweitteuersten Kader - nieder. Leider war die Stimmung über längere Strecken etwas unter dem selbstgesetzten Anspruch und den vorhandenen Möglichkeiten. Dass mittlerweile immer mehr Fanclubs durchgehend mit einer eigenen Schwenkfahne aktiv sind, wirkte sich hingegen recht postiv auf das optische Erscheinungsbild der HJT aus.

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