Auswärtssieg in Heidenheim

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison wurde der Zug als Verkehrsmittel genutzt, so dass die früher fast alltägliche WET-Tour schon fast als willkommene Abwechslung wahrgenommen wurde. Dennoch waren dann nicht einmal 150 Leute dem Aufruf gefolgt. Bereits in Neumarkt musste ein älterer Jahnfan mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Gute Besserung auch an dieser Stelle!

Am Heidenheimer Bahnhof zeigte die Staatsmacht wieder die Taktik der letzten Monate, die augenscheinlich auf Eskalation ausgelegt ist. Wegen eines angeblichen Diebstahls von Fanartikeln drosch sich das Kommando vollkommen wahllos durch die Bahnhofshalle. Ein besserer Ort für eine Personalienfeststellung, als eine winzige, vollkommen überfüllte Bahnhofshalle war wohl nicht zu finden. Polizeitaktik 2019 – Eskalation als Leitprinzip...

Dementsprechend genervt ging es auf den Aufstieg Richtung Stadion. Dort stellte man fest, dass die gesamte Gästezahl dann doch etwas erfreulicher war, als der Zugfahrerhaufen. Knapp 500 Jahnfans hatten den Weg ins Heidenheimer Albstadion gefunden. 

Zum Intro erinnerten wir an den fünften Todestag von Christoph mit einem Banner und einer Fackel. Dass diese vom Heidenheimer Operettenpublikum mit Pfiffen bedacht wurde, bleibt dann doch ohne Worte. Im Anschluss ergab sich ein ordentlicher Support im Gästeblock, der aber vor allem aufgrund der wahrscheinlich besten Saisonleistung unserer Mannschaft ruhig noch eine Schippe drauflegen hätte dürfen. Am Ende sah man ein bis zum Schluss packendes Zweitligaspiel, da es unser Team nicht schaffte, die Überlegenheit in Tore umzuwandeln und lieber ein paar Euro beim Lattenschießen gewinnen wollte. Sei’s drum. Der Auswärtssieg wurde eingepackt und so langsam wird der Traum von einem erneuten Jahr 2. Bundesliga immer greifbarer. 

Nach dem Spiel machte die Polizei ihre Gewaltandrohungen von vor dem Spiel nicht wahr, so dass wir letztlich ganz entspannt wieder in die geliebte Domstadt zurückreisen konnten. 

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