Unentschieden gegen St. Pauli

Heimspiel gegen St. Pauli – sicher eines der attraktiveren Spiele der Saison, wenn auch mit seinen Begleiterscheinungen mit das Nervigste aufgrund der Begleiterscheinungen derer, die sich genau dieses Spiel für den Besuch im neuen Jahnstadion herauspicken. Nervig ist ein gutes Stichwort für die Gesetzeshüter, die an diesem Tag einen besonders großen Tag hatten. Zunächst wurde ein Teil unserer Gruppe ewig auf einem Steg festgehalten, an dem gleich der Gästemob vorbeikommen sollte. Kurios war vor allem, dass man sich in der Situation auch nicht weg von dieser Stelle bewegen durfte. Offensichtlich war der Sichtkontakt an dieser Stelle gewünscht. 

Mit dementsprechender Verspätung ging es dann ins Stadion, wo heute vor allem die Einweihung der neuen großen Zaunfahne auf der Rückseite der Hans Jakob Tribüne im Mittelpunkt stand. Diese motivierte die vor ihr stehende Meute offensichtlich, so dass sich in der ersten Hälfte eine muntere Unterstützung der einmal mehr gefällig aufspielenden Jahnelf ergab. Wie so oft ging jedoch auch diesmal der Gegner mit seiner zweiten echten Torchance in Führung. 

In der zweiten Hälfte konnten die rot-weißen Jungs einmal mehr einen Rückstand egalisieren, was hochverdient war nach einem Spiel, das eigentlich klar gewonnen hätte werden müssen. Leider fehlte aber auf den Tribünen ein wenig das Feuer, mit dem man in der jungen Vergangenheit oftmals den Ball ins Tor schrie, so dass auch das Publikum inklusive unserer Gruppe unter dem Strich nicht mehr als den einen Punkt verdient hatte. 

Der Tag endete wie er begonnen hatte – mit einem kabarettistischen Auftritt der uniformierten Staatsdiener. Unser Bus zum Bahnhof wurde so lang über bisher nie dagewesene Wege umgeleitet, bis wir schließlich pünktlich genau zeitgleich mit den Gästen am Bahnhofsvorplatz eintrafen. Letztlich passierte dann dort nichts, man ist ja auch nicht gerade ein Rivale, aber man kann schon durchaus Fragen stellen, ob das noch unter so viel Unfähigkeit durchgeht oder am Ende des Tages vielleicht doch ein klares Ziel dahintersteckte…

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