Niederlage in Hamburg

Am 25. Spieltag führte uns die Reise in den hohen Norden. Jeder Jahnfan erinnert sich sicherlich noch immer gerne an das Spiel letzte Saison im Volksparkstadion. Mit 5:0 gewann man beim letzten ausgestorbenen Dinosaurier der ersten Liga. Am Stadion angekommen, gab es für manchen allerdings schon den ersten Schock, vor Ort war es nicht mehr möglich sich mit Stehplatzkarten für den Gästesektor einzudecken. Was für uns und wohl auch die Verantwortlichen ziemlich neu war. So musste der ein oder andere zähneknirschend etwas tiefer in die Tasche greifen. Beim Einlass dann das nächste Problem, die Spruchbänder für den deutschlandweiten Protest gegen den DFB und seine Machenschaften konnten nicht komplett mit ins Stadion geschleust werden. So schaffte es nur ein Plakat mit durchgestrichenem DFB Logo an den Zaun. Des Weiteren wurden ein paar Gästefans wegen Nichtigkeiten nicht ins Stadion gelassen bzw. wieder rausgeworfen. Da sich der Tod von Christoph kurz zuvor zum sechsten Mal jährte, hing die große Gedenkfahne heute unter dem UR-Auswärtsbanner. Auf dem Feld war der Jahn von Beginn an die bessere Mannschaft und dominierte die erste Hälfte. In Zahlen drückte sich dies leider nicht aus, denn mit dem Halbzeitpfiff stand es 1:1. Nach der Pause hatte man 2x Pech mit dem Schiri, zuerst gab er einen regelkonformen Treffer zum 2:1 nicht, anschließend verwehrte er uns noch einen Elfer. Da man ja selbst gegen den VAR ist und ihn am besten wieder abgeschafft haben möchte, darf man sich auch nicht beschweren, das eben jener nicht eingriff. So verlor man zum Schluss unglücklich mit 2:1! An die gute Stimmung hier vor Ort vor einem Jahr konnte man sicherlich nicht anschließen, dies lag zum einen natürlich an den zwei grundverschiedenen Spielverläufen und zum anderen daran, dass wohl auch der ein oder andere aus der Fanszene lieber zu Hause vor dem Fernseher die Eier schaukelte als auswärts zu fahren.

Dass dies das letzte Spiel sein sollte, das man für längere Zeit im Stadion erleben konnte, war zu diesem Zeitpunkt noch niemandem klar und stellte sich erst im Laufe der folgenden Woche heraus.

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