Niederlage in Bielefeld

Wie nahezu alle weiten Auswärtsfahrten wurde auch unser Spiel in Bielefeld wieder auf einen Sonntag terminiert, was den ein oder anderen immer wieder doch vor Schwierigkeiten mit der anstehenden Nachtschicht oder dem notwendigen Schönheitsschlaf vor der Arbeitswoche einbringt. Ausrede sollte es dennoch nicht sein und so hätte man sich gerade aus der aktiven Szene etwas mehr Beteiligung gewünscht. Der UR-Doppeldecker reiste dennoch frohen Mutes in Richtung Ostwestfalen, wo das allseits präsente Sturmtief „Sabine“ bereits erste Vorboten sendete.
Im Gästeblock fanden sich ausbaufähige 200 Leute ein. Immerhin klappte es so aber ganz ordentlich, dass alle zusammenstanden und sich ein ganz vernünftiger Support ergab. Auf dem Feld merkte man das Sturmtief in zweierlei Hinsicht, spielte unser Team zum einen gegen den Wind, zum anderen ohne wirkliche Chancen, eigene Akzente zu setzen. Der 2:0-Pausenrückstand war da eher schmeichelhaft.
Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer zu Beginn der 2. Hälfte machte der Tabellenführer letztlich schnell das vorentscheidende 3:0. So machte man im Gästeblock das Beste daraus, holte einige Lieder, die in den letzten Monaten etwas in Vergessenheit gerieten wieder raus und feierte den SSV an sich. Es gibt auch tatsächlich Schlimmeres, als beim Tabellenführer, der einfach nun über Jahre und langfristig ohne große Showeinkäufe eine gute Arbeit gemacht hat, zu verlieren.
Ob man nun durch ein Slapstick-Eigentor und darauffolgende vollkommene Einstellung des Spielbetriebs aus einer hochverdienten 0:3-Packung eine 0:6-Lehrstunde machen hätte müssen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Dennoch hat sich die Mannschaft in den letzten Jahren genug Kredit erspielt, dass man auch einmal so eine (Nicht-)Leistung verzeihen muss. So war nach dem Spiel vor allem angezeigt, die Mannschaft aufzurichten und den Blick nach vorne auf das Heimspiel gegen das Kunstprodukt aus Wiesbaden zu richten.
Die größte Aufgabe des Tages hatte nun noch unser Busfahrer zu bewerkstelligen, ist die Kombination aus Doppeldecker und Orkanböen sicherlich keine einfache. Am Ende erreichte man aber sicher wieder die schöne Domstadt.

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