Niederlage in Fürth

Ein Dreivierteljahr nach den unsäglichen Vorfällen und der damit verbundenen Repression gegen unsere Fanszene ging es gleich am 3. Spieltag der neuen Saison wieder nach Fürth. Wer denkt, dass die Gewaltorgie der bayerischen Polizei, bei der letzten Oktober wahllos Jahnfans, egal ob Kind oder Renter, Opfer von Schlägen und Pfefferspray wurden, irgendwie von der bayerischen Justiz verfolgt wird, musste leider eines besseren belehrt werden. Ganz im Gegenteil. Lügen, Willkür und erfundene Anschuldigungen durch die Staatsanwaltschaft Fürth führten neben teils horrenden Strafen leider auch zu einigen Stadion- und Betretungsverboten. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Staatsanwaltschaft zwar immer mit wechselnden Zahlen an Strafverfahren um sich wirft, dabei aber ein Vielfaches mehr an Verfahren einstellen musste, als sie zum Ziel brachte. Der Großteil der Verfahren wird allerdings seit einem Jahr künstlich in die Länge gezogen und die Leute warten teils bis heute auf Akteneinsicht. Nichtsdestotrotz oder besser gesagt gerade deswegen wählten knapp 500 Jahnfans den Zug als Anreisemittel und erreichten ohne besondere Vorkommnisse Fürth. Dort machte unser Vereinspräsident Hans Rothammer seine Ankündigung wahr und lief an der Spitze des Mobs, der unter dem Motto "Gegen Polizeiwillkür" mitsamt Banner und Mottoschals durch Fürth marschierte. Die Polizei hielt sich diesmal im Hintergrund, sodass der Gästepöbel nach lockeren Einlasskontrollen zum Einlauf der Mannschaften den Banner gegen Polizeiwillkür, passend zu den Mottoschals, präsentieren konnte. Hoffen wir, dass es die nächsten Auswärtsspiele mit USK ohne unseren Präsidenten an der Spitze ebenfalls beim lockerem Schaulaufen dieser Prügeleinheit bleibt. Zu dieser Thematik gab es natürlich einige Spruchbänder und eine gemeinsame Aktion mit den Heimfans, genau wie zu der anstehenden Wahl des neuen DFL Präsidiums. Das Gesamtbild des Intros wusste zu gefallen, genau wie der Support zu Beginn der Partie, der sich aber dem grausamen Gebolze unserer Rothosen anpasste und mit zunehmender Spieldauer immer schlechter wurde. Die rund 1500 Gästefans sahen einen bodenlosen Auftritt unserer Truppe, den übrigens unter dem Spiel auch unsere Freunde des bayerischen USKs hatten. Wahllos wurden vom Nachbarblock aus Fotos von unseren Leuten geknipst, auf Personen gedeutet und mit herabwertenden Gesten provoziert. Merkt euch eines: Eure Schikane wird nicht genügen, um die Fanszene zu entzweien! Unseren Zusammenhalt werdet Ihr mit euren Strafen nicht brechen können. Eine große Jahnfamilie wollen wir immer sein!

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