Niederlage gegen Karlsruhe

Wer es mit dem Jahn hält und zudem einen nur halbwegs realistischen Blick auf die (Fußball-)Welt hat, muss sich bewusst sein, dass die Ergebnisse wie zu Beginn sowohl letzter als auch dieser Saison nicht über eine ganze Spielzeit durchgehalten werden können. Und auch der Spielwitz und die offensive Durchschlagskraft unterliegen natürlich gewissen Schwankungen. Das ist in einer solchen zweiten Liga nun mal so, wo wir mit Blick auf die Konkurrenz Underdog geblieben sind, aber jedem Gegner auch empfindlich wehtun können, wenn jeder alles raushaut. Wenn jeder bereit ist, Einsatz, Kampf und Leidenschaft zu zeigen.
Doch genau diese berühmten Grundtugenden waren gegen den KSC leider nicht zu sehen und so führte eine in allen Belangen desolate Leistung zu einer historisch hohen Heimniederlage.
Das einzig Gute an diesem Spieltag war einerseits das Verhalten der Mannschaft nach dem Spiel, als sie nicht nur den Weg vor die Kurve suchte, sondern bis an den Zaun. Und andererseits die HJT, die der Jahnelf versuchte klar zu machen, dass so eine Vorstellung ohne all dem, was uns bisher in dieser Liga gehalten hat, indiskutabel ist, aber auch für die zukünftigen Aufgaben das Team hoffentlich spürbar gepusht hat.
Kapitän Gimber sagte in einem Interview nach Abpfiff sinngemäß, dass man wegen einem Spiel nicht alles über den Haufen werfen darf.
Das ist absolut richtig, jetzt geht es darum wieder in die Spur zu finden und zu den eigenen Stärken zurückzukehren.
Bringt der Jahn die alten Grundtugenden wieder auf den Platz, werden naturgemäß trotzdem noch Spiele verloren gehen. Doch ist alles gegeben, kann man damit auch leben. Nur solch einen Totalausfall wie heute sollte es nicht mehr geben.

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