Heimsieg gegen Fürth

Nach 14 Jahren sollten sich erstmals wieder die Wege mit der SpVgg Fürth kreuzen. Dementsprechend waren auch die Mitte der 2000er Jahre vorhandenen Rivalitäten über die Jahre etwas in die Mottenkiste verschwunden, auch wenn gerade der älteren Generation manche Geschichte noch (bitter) im Bewusstsein verankert ist.

Deswegen traf man sich zeitig, um den Tag entsprechend in der geliebten Stadt einzuläuten. Der Vormittag hätte glücklicher laufen können, dagegen war der Mittag eine wahre Freude. Die Jahnelf zeigte sich gewohnt kämpferisch und knöpfte den Gästen weitgehend den Schneid ab. Dennoch sorgten die obligatorischen Schnitzer in der Abwehr dafür, dass der Gegner zweimal zum Ausgleich kommen konnte. Dementsprechend war der Support wieder einmal stark von Emotionalität geprägt und der Auftritt auf der Hans Jakob Tribüne zeigte sich mitunter wechselhaft, wenn auch auf vernünftigem Niveau. Spruchbänder wurden für einen verstorbenen Linzer sowie betreffend des 30-jährigen Bestehens des USK und des Treffens einiger Fanvertreter mit DFB/DFL gezeigt. Ein großes Dankeschön geht noch an alle Jahnfans, die sich an der Spendensammlung für die Lautsprecheranlage beteiligt haben.

Im Gästeblock fanden sich ca. 1.400 Kleeblatt-Anhänger ein, die nach dem Spiel den Unmut über die Leistung ihres Teams deutlich Kund taten.

Nach dem Spiel zeigte uns die Polizei einmal mehr, dass die Zeiten in denen man auf vollkommen utopische Schikanen verzichtete und somit ein einigermaßen entspanntes Grundverhältnis erzeugte, endgültig vorbei sind. Selbst Kleingruppen von Jahnfans, die auf dem Nachhauseweg waren, wurden teilweise in numerischer Überzahl von Polizisten verfolgt und durch Personalienkontrollen genervt. Man darf gespannt sein, wie lange die Staatsmacht hier noch an der Eskalationsschraube drehen möchte…

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