Unentschieden in Hannover

Zum ersten Mal sollten sich unsere Wege mit Hannover 96 kreuzen und erstmals nutzten wir als Gruppe den ICE als Anreiseweg zu einem Auswärtsspiel. Dabei hielt man die Gruppe mit UR und engem Umfeld (inklusive Unterstützung aus Linz und Latina - Danke hierfür) mit knapp 90 Jungs und Mädels überschaubar, so dass man ohne großen Stress Hannover erreichte. Ebenso entspannt gelangten wir zum Stadion, wo sich unter dem Strich gut 300 Jahnfans einfanden, was irgendwie doch eine relativ enttäuschende Anzahl war.
Auf dem Rasen behauptete sich die Jahnelf gegen einen starken Gegner, jedoch sorgte der Videobeweis einmal mehr für weniger Freude am Spiel. Gefühlte fünf Minuten nach einer strittigen Szene im gegnerischen Strafraum, die man eigentlich schon wieder vergessen hatte, hieß es plötzlich Elfmeter für uns. Sportlich fair vergab Marco Grüttner, so dass man sich die Frage, ob man sich über solch ein Tor freuen könne, erstmal nicht stellen musste. Es ist schwer vorstellbar, dass man sich daran gewöhnen soll, dass man nach jeder strittigen Szene geradezu die nächste Spielunterbrechung und die folgende Spielfortsetzung herbeisehnt, um sicher zu sein, dass nicht doch noch anders entschieden wird. Dem Fußball nimmt dieses Instrument zumindest einen breiten Brocken seiner Emotionalität.
Mit 0:0 ging es in die Halbzeit, weder auf dem Platz noch auf den Rängen war da bisher viel geboten. In Hälfte zwei ging Hannover schließlich in Führung, doch wir durften am Ende doch noch über den berühmten Ausgleich aus dem Nichts jubeln. In dessen Folge wurde es im Gästeblock noch einmal ganz ordentlich an einem ansonsten eher durchschnittlichen Tag.
Sportlich ist der Punkt auf jeden Fall ein Erfolg, der dann auf der Rückfahrt noch im doppelten Wortsinn erstklassig gefeiert werden konnte.

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